Obst-, Garten- und
Weinbauverein
Eltingen-Leonberg e.V.

 

 
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Buchsbaumzünsler


 

Buchsbaumzünsler in Deutschlands Gärten weiter auf dem Vormarsch

Der Kleinschmetterling (Diaphania Perspectalis oder Cydalima Perspectalis) stammt ursprünglich aus Ostasien. Er ist ein hübscher weißer Falter mit langen Fühlern und meist mit braunem Rand an den Flügeln. Auch eine komplett braune Form mit weißen Punkten gibt es. Flügelspannweite ca. 40 bis 45 Millimeter. In Deutschland trat er 2007 erstmals auf.

Der Schmetterling ist in der Regel auf der Unterseite von Blättern zu finden, selten jedoch auf Buchsbäumen. Der Buchsbaum wird erst zur Eiablage gezielt aufgesucht und das Gelege auf der Unterseite der äußeren Blätter platziert.

Nach wenigen Tagen schlüpfen die Raupen und suchen das Innere des Buschs auf.
Sie sind gelb-grün-schwarzgestreift mit schwarzer Kopfkapsel und weisen eine charakteristische Zeichnung an der Längsseite mit hellen, feinen Härchen auf. Die Raupen können bis fünf cm Länge erreichen und durchlaufen sechs bis sieben Larvenstadien. Nach vier Wochen verpuppen sie sich für eine Woche. In Deutschland ist mit zwei, in wärmeren Regionen auch mit drei Generationen zu rechnen.

Sie überwintern in Kokons, die durch Verkleben von Blättern entstanden sind an oder in der Nähe von Buchsbäumen. Im Frühjahr, je nach Witterung, von Mitte März bis Mitte Mai, beginnen die Raupen wieder mit dem Fraß.

Es ist schwierig, den „Neubürgern“ Einhalt zu gebieten, weil natürliche Gegenspieler fehlen.

Schadbild:
Die Raupen des Buchsbaumzünslers fressen zunächst die Blätter, anschließend auch die grüne Zweigrinde. An den Blättern der befallenen Pflanzen sind noch die Blattrippen oder der Blattstiel sowie Reste vertrockneten, hell beigen Blattgewebes vorhanden. Dazwischen gibt es vereinzelt auch noch gesunde, grüne Blätter. Die Pflanzen sind von einem Gespinst umgeben.
Hellgrüne Kotkrümel sind im Gespinst und unter der Pflanze sichtbar. Bei sehr starkem Fraß können einzelne Triebe oder gar die ganze Pflanze absterben. Meist treibt die Pflanze aber wieder aus.

Bei schwachem Befall im Hobbygarten können die Tiere abgesammelt werden, was zumindest den Befallsdruck reduziert.

Die Raupen gelten als recht störungsanfällig, weshalb sie durch Abklopfen mit einem Stock oft von Baum herunterfallen bzw. sich an einem Spinn-Faden abseilen. Auch kann man eventuell versuchen, sie vorsichtig mit einem Hochdruckreiniger abzuspritzen, ohne die Pflanzen zu beschädigen. Um das anschließende Aufsammeln zu erleichten, sollte im Vorfeld eine Folie oder Decke unter dem Buchsbaum ausgebreitet werden.

Die Raupen entsorgt man am besten in geschlossenen Säcken über den Hausmüll, nicht in den Kompost!

Spritzen:
Calypso in Kombination mit Vitanal. Die ganze Pflanze muss gut benetzt werden, auch das innere Geäst der Pflanzen.
Careo Konzentrat von Celaflor
Xentari Raupenfrei von Neudorf

Gießen:
Auch mit Calypso in Kombination mit Vitanal oder 2 ml/L Wüxal Dünger.
Vorteil: Beim Gießen über die ganze Pflanze wird alles sehr gut benetzt und Calypso wird auch über die Wurzel aufgenommen und in der ganzen Pflanze verteilt.

Der Buchsbaum muss von April bis in den Herbst alle drei bis vier Wochen gespritzt oder gegossen werden. Nach meiner Erfahrung ist die Wirkung beim Gießen besser.

Weiter ist es ratsam, den Buchsbaum sehr sauber zu halten, auch im Inneren der Pflanzen. Alle dürren Blätter absaugen, damit der Zünsler dieser Blätter nicht benutzen kann, um sein Winterquartier(Kokons) damit zu bauen.

 

Buchsbaumzünsler

Foto Albert Geurts / fast fertiger Kokon
Quelle: Proplanta mit Ergänzung von Albert Geurts